12.10.2020
Die AWO arbeitet dran

Eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, ökologischer und auf sozialer Ebene sichern – das haben sich die Vereinten Nationen (UN) vorgenommen und 17 Entwicklungsziele für Nachhaltigkeit (Sustainable Development Goals/SDGs) bis 2030 beschlossen. Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt setzt sich aktiv für die Verwirklichung dieser Ziele ein – und die AWO Bremerhaven gehört verbandsintern zu den Vorreitern.

„Als Wohlfahrtsverband und als Sozialdienstleister nehmen wir unsere Verantwortung für den Planeten und für nachfolgende Generationen sehr ernst und integrieren die Nachhaltigkeitsziele schrittweise und zugleich dauerhaft in unser tägliches Handeln. Diese werden sozusagen Bestandteil unserer DNA und ergänzen unsere Grundwerte,“ sagt Siegmar Weegen, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe AWO Bremerhaven.

Bereits vor zwei Jahren ist das Projekt „Klimafreundlich pflegen“ gestartet, in dem bundesweit 40 Einrichtungen der AWO – unter anderem das Pflegezentrum Villa Schocken an der Wurster Straße – daran arbeiten, Klimaschutz systematisch und ganzheitlich anzugehen und ihre CO2-Emissionen nachhaltig zu senken. Jetzt geht die AWO noch einen Schritt weiter: „Um unsere Erde zukunftsfähiger zu gestalten, müssen alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure ihr Handeln grundsätzlich hinterfragen und zu Veränderungen bereit sein. Dies gilt auch für die Soziale Arbeit“, betont AWO-Bundesvorstandsmitglied Brigitte Döcker.

Worum geht es bei den Nachhaltigkeitszielen? „Es geht um die Bekämpfung von Armut und Hunger, um sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, um Gesundheit und Wohlergehen, um hochwertige Bildung und Geschlechtergerechtigkeit“, berichtet Yasemin Eberlein, Assistentin der Geschäftsführung der AWO Bremerhaven mit dem Arbeitsschwerpunkt „Grundsatzfragen – Innovation – Zukunft“. Bezahlbare und saubere Energie, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Industrie, Innovation und Infrastruktur gehören ebenfalls zu den SDGs. Weitere definierte Ziele sind weniger Ungleichheiten, nachhaltige Städte und Gemeinden, nachhaltiger Konsum und Produktion, Maßnahmen zum Klimaschutz, der Schutz des Lebens unter Wasser und an Land, Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen sowie Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Geschäftsführer Siegmar Weegen sieht mit Blick auf die SDGs verschiedene Aspekte: „Sie zeigen uns neue Herausforderungen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.“ Auch seien sie ein Rahmen zum Verständnis von Nachhaltigkeit in all ihren Facetten: „Und die SGDs legitimieren unsere Arbeit als notwendig für eine nachhaltige Gesellschaft.“ Jedes der 17 Nachhaltigkeitsziele sei ohnehin seit 100 Jahren fest verankert im Bewusstsein und im Handeln der AWO und ihrer Mitglieder – sie finden sich in Grundwerten, Leitsätzen und im Grundsatzprogramm wieder. Insbesondere den fünf Grundwerten der AWO – Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität – lassen sich die 17 SDGs kinderleicht zuordnen.

Wie ernst es die AWO Bremerhaven mit ihrem Engagement für die SDGs meint, zeigt sich darin, dass mit Cyrielle Kugler eigens eine Referentin für Nachhaltigkeit ihre Arbeit aufgenommen hat: „Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe und habe viele Ideen für Aktionen und Projekte, die ich mit den Kolleginnen und Kollegen umsetzen möchte.“ Und schon nach wenigen Wochen ist viel passiert: Die AWO stellt komplett auf Recycling-Papier um, eine Abordnung war beim globalen Klimastreik dabei und ein AWO-Team machte bei der Stadtradeln-Challenge mit. Das sind aber nur die ersten Schritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.

 

Referentin für Nachhaltigkeit

Cyrielle Kugler

Telefon 0471 30 05 23 94

cyrielle.kugler@awo-bremerhaven.de

Mehr Infos zur bundesweiten AWO-Kampagne im Internet: www.wirarbeitendran.awo.org